Nürnberg ist auf Sand gebaut. Der Untergrund besteht – in Schichten und auf viele Hundert Meter tief verteilt – vorwiegend aus verschiedenen Sandsteinen. Das geologische Profil Nürnbergs bietet einige Überraschungen. Dazu gehören Sanddünen, vier verborgene Urtäler der Pegnitz oder artesische Brunnen. Und an der Stadtgrenze Nürnberg/Fürth wurde sogar schon einmal nach Steinkohle gebohrt.

„Der Untergrund von Nürnberg ist bestens erkundet“, sagt Otto Heimbucher. Der Diplom-Geologe kennt sich aus in der Nürnberger „Unterwelt“. Er hat als Gutachter viele Informationen über die Gesteinsschichten eingeholt. Etwa für das Bündnis gegen die Nordanbindung des Flughafens an die Autobahn, oder für Bauherren, die wissen wollen, ob sie ihr Gebäude an dieser oder jener Stelle errichten können. Streusandbüchse Das 178 Quadratkilometer große Stadtgebiet liegt im Nürnberger Becken. Die Bürger sprechen auch von der „Streusandbüchse“, schreibt Bruno Fuchs in seinen Erläuterungen zur Geologischen Karte von 1956.

Nürnberger Nachrichten vom 25.01.2016 / NÜRNBERGS UNTERWELT