NÜRNBERG – Die Rekonstruktion des Pellerhofs kommt ganz allmählich in die Zielgerade: Zwar steht momentan alles voll mit Gerüsten, doch dahinter ist das historisierende Gewand erkennbar.

Das prächtige Kaufmannshaus von Martin Peller wurde samt Innenhof im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört – wie der größte Teil der Nürnberger Altstadt. Mehrfach gab es Vorstöße, die bedeutendste deutsche Renaissance-Anlage aus den Jahren 1602 bis 1607 nachzubauen.

Doch letztlich blieb der Innenhof als Torso stehen. Auf die Rustika-Quader des Vorderhauses setzte Architekt Fritz Mayer in den 1950er Jahren einen damals modernen Entwurf. Stadtarchiv und Stadtbibliothek zogen ein. Nun stehen viele Räume leer, das Deutsche Spielearchiv hat hier einen Unterschlupf gefunden.

Erschienen auf nordbayern.de